Geschichte der Bäckerei

1891
Georg Michael Vitus Götz gründet im Herzen Margetshöchheims eine Bäckerei. Sie ist zugleich auch Gastwirtschaft, wie damals üblich.

1901
Michael Götz baut seine Bäckerei neu, gibt die Gastwirtschaft auf und gliedert ein Lebensmittelgeschäft an.

1924
Sohn Emil Götz, der das Bäckerhandwerk im elterlichen Betrieb lernte, pachtet zusammen mit seiner Frau Margarete die Bäckerei von seinen Eltern. Er legt höchsten Wert auf Qualität - die Kunden danken ihm dieses mit hoher Nachfrage nach seinen Backprodukten. Die Backstube wird zu klein.

1931
Emil Götz baut „in der Prärie“ zwischen Zell und Margetshöchheim eine neue Bäckerei. Der moderne Doppelauszugofen kann 160 Drei-Pfund-Brote pro Stunde backen. Emil Götz und ein Geselle nehmen die Produktion auf.

1943
Ein zweiter Doppelauszugofen wird gebaut, damit kann die Bäckerei Götz 320 Brote pro Stunde backen. Es ist Krieg, die Bäckerei Götz versorgt den Reichsarbeitsdienst und das Gefangenenlager. Die  Bevölkerung des ausgebombten Würzburg kommt in Scharen zur intakt gebliebenen Bäckerei Götz.

1946
Der Betrieb wird durch die amerikanischen Streitkräfte beschlagnahmt, um die Besatzungsmacht in ganz Unterfranken hauptsächlich mit Weißbrot zu versorgen.

1948
Die Beschlagnahmung wird aufgehoben. Emil Götz ist wieder freier Unternehmer, fängt aber von Null an, da sich seine ehemaligen Kunden in der Zwischenzeit neue Lieferanten gesucht haben. Er baut das Privatkunden- und Einzelhandelsgeschäft neu auf. Mit einem Opel P4 beginnt er mit der Auslieferung frischer Backwaren und hat bald wieder einen treuen Kundenstamm.

1950 - 1957
Drei weitere Doppelauszugsöfen werden gebaut.

1957
Die Bäckerei Götz installiert seinen ersten Netzbandofen als 24 Meter langen Durchlaufofen. Gleichzeitig erfolgt eine Energieumstellung von Kohle auf Öl (Kohleöfen mussten damals von Sonntag Abend an täglich rund um die Uhr von Bäckern geschürt werden!)
Die Kapazität beträgt nun 900 Brote oder 18.000 Brötchen pro Stunde.
Die Ära der Selbstbedienungs-Läden beginnt, halbautomatische Verpackungseinrichtungen werden eingesetzt.

1969
Ein zweiter Netzbandofen wird angeschafft, die Doppelauszugsöfen werden verschrottet: Sie sind zu arbeitsaufwändig und den Bäckern nicht mehr zuzumuten. Außerdem arbeiten sich nicht rationell genug.
Eine Versandhalle und eine Verpackungshalle entstehen, gleichzeitig wird der Funktionsablauf vom Nord- in den Südteil der Firma umgestellt.

1970
Neben der Bäckerei wird der markante Mehlsiloturm errichtet, der rund 100 Tonnen Mehl aufnehmen kann.

1971
Emil Götz senior wandelt die Bäckerei Götz in eine Kommanditgesellschaft um und nimmt die Brüder Götz als Gesellschafter auf. Karlheinz Götz übernimmt die Führung der heutigen Götz-Brot KG.
Götz-Brot kauft die Würzburger Konsumbäckerei und beginnt in seiner dadurch erworbenen neuen Konditorei mit der Produktion von Feinbackwaren und Kuchen.

1976
Während der gesamte Betriebsablauf aufrecht erhalten wird, beginnt ein umfassender Um- und Erweiterungsbau am Standort Margetshöchheim.
Mit den ersten Verkaufswägen unter dem Namen „4-Tannen-Bäckerei“ versorgen Fahrer die Bevölkerung auf dem Land mit frischen Backwaren.
Ende 1978 Der Neubau ist fertig, rund vier Millionen DM wurden dafür investiert.
Die Bäckerei Götz hat jetzt 120 Mitarbeiter, darunter ein Konditormeister und fünf Bäckermeister. Im Außendienst bringen 25 Verkaufsfahrer und 22 Lieferwägen frische Brötchen, Brot und Kuchen zu den Kunden.
Stündlich können jetzt 3.400 Dreipfund-Brote gebacken werden.

1981
Götz-Brot eröffnet in Würzburg seine erste Filiale in der Eichhornstraße und sichert sich damit eine von Supermärkten unabhängige Existenz.

1985
In Schweinfurt öffnet die erste Götz-Brot-Filiale unter dem Namen „Der knusperfrische Kiliansbäck“ seine Pforten. Das Konzept ist richtungsweisend.
Wolfgang Götz, der heutige Geschäftsführer, tritt als Komplementär in die KG ein und führt die Geschäfte damit bereits in der 4. Generation weiter.

1989
Der Bau einer neuen Produktionshalle beginnt, zukunftsweisende Backtechnologie wird angeschafft.

2002
Beginn der Planung für den Neubau in Waldbüttelbrunn.

2003
Spatenstich für unser neues Firmengebäude in Waldbüttelbrunn am 7. Mai 2003, Richtfest am 8.August 2003 und Aufnahme der ersten Teilproduktion am 17.November 2003.

2004
Januar: Fertigstellung des Neubaus in Waldbüttelbrunn. Am 17. Januar verlässt die Bäckerei Margetshöchheim endgültig und nimmt die Produktion am neuen Standort in Waldbüttelbrunn auf.
Februar: Eröffnung des Drive-In und des Cafés in Waldbüttelbrunn.
3. Mai: In Kitzingen, Schweinfurt, Würzburg, Lauda, Marktheidenfeld und Lohr eröffnet Kiliansbäck neue Filialen.
8. Mai: Die neue Großbäckerei wird eingeweiht. Knapp 400 Mitarbeiter sind bei Kiliansbäck beschäftigt, 54 Filialen in ganz Unterfranken und dem angrenzenden Main-Tauber-Kreis gehören zum Unternehmen.

2005
Installation einer neuen Brezelanlage mit einer Stundenleistung von 4600 Brezeln pro Stunde.

2006
Installation einer neuen 10 reihigen Krapfenanlage, mit einer Stundenleistung von 5000 Stueck. Jetzt koennen noch bessere Krapfen in einer kuerzeren Zeit hergestellt werden. Dadurch kommen die Krapfen noch frischer zum Kunden.

2007
Kiliansbaeck wird offizieller Sponsor von dem Wuerzburger Schwimmweltmeiter Thomas Lurz.Eroeffnung der 65 ten Filiale, und gleichzeitig des dritten Drive-In.

2008
Eröffnung des vierten Drive-Ins.

2009
In der Alfred-Nobel-Straße eröffnet im Dezember der erste Kiliansbäck Drive-In Würzburgs.

2010

Die neue Halle für Kleingebäck wird fertig gestellt. Von Herbst 2009 bis Frühsommer 2010 entsteht eine zusätzliche Produktionsfläche ca.2.500 Quadratmetern.

Obwohl der Betrieb in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist, wird beim Kiliansbäck traditionell handwerklich produziert. Selbstverständlich werden modernste Maschinen eingesetzt, jedoch lautet einer der Firmen-Grundsätze: "Setze nur dort Maschinen ein, wo sie keinen Qualitätsverlust verursachen".

2014

Die 5. Generation steigt in das Familienunternehmen ein. Nachdem die Geschwister Christina und Kathja Götz 2013 ihren Bäckermeistertitel erworben haben, teilen sie sich 2014 im elterlichen Betrieb auf. Christina Götz führt ab da die Produktion während Kathja Götz für den Verkauf zuständig ist.